Zum Rundgang „Rüstungsstandort Langenhorn-Nord“
Der Standort in Hamburg-Langenhorn-Nord erzählt bis heute eindrücklich die Geschichte der nationalsozialistischen Aufrüstung, geplant ab 1934. Getarnt als „Uhrenfabrik“ und „Kettenwerk“ produzierten hier das Hanseatische Kettenwerk und die Deutsche Messapparate GmbH bereits ab 1936 Rüstungsgüter, es handelte sich um Geschosshülsen.
Noch erhalten sind die sogenannte „Schwarzwaldsiedlung“, Strohdachhäuser für Facharbeiter, sowie die Grundstruktur des ehemaligen Geländes der Messapparate GmbH. Spuren des Kettenwerks sind nicht mehr ohne Markierung und Erklärung sichtbar, doch beim genaueren Hinsehen und mit Hilfe von zeitgenössischen Karten und Fotos lassen sich in der Struktur des Ortes viele weitere Elemente und Geschichten der damaligen Zeit entdecken, auch das Zwangsarbeitslager für sogenannte „Ostarbeiterinnen und Ostarbeiter“ sowie das KZ-Außenlager Langenhorn, das hier bestand.
Der zweistündige, barrierefreie Rundgang führt zu verschiedenen Stationen und verdeutlicht, wie dieses Gebiet von einem landwirtschaftlich genutzten Areal der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn ("Irrenkolonie") zu einem zentralen Rüstungsstandort wurde – und bis heute von dieser Geschichte geprägt ist.
Der Treffpunkt ist der Busbahnhof an der U-Bahnhaltestelle Ochsenzoll.
Kursnr.: 2611090101
Kosten: 0,00
freie Plätze







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