Pflegebedürftigkeit ist eine große Herausforderung für breite Teile der Bevölkerung, die weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Die Zunahme an Alten und Kranken, bei gleichzeitigem Fehlen hunderttausender Pflegekräfte bundesweit, bringen das Gesundheitssystem in arge Bedrängnis.
Hinzu kommt, dass den Pflegekassen die Kosten davonlaufen - Krankheit und Pflege kaum noch bezahlbar sind.
Das kann zu großen Problemen führen, vor die sich betroffene Pflegebedürftige, aber auch deren Angehörigen gestellt sehen. Fehlende Kenntnis, wo und wie man Hilfen und Unterstützung für die Herausforderungen erlangen kann, sind an der Tagesordnung. Da schon das Krankheitsereignis und die sich daraus häufig einstellende Pflegebedürftigkeit psychisch belastet, nicht selten auch finanzielle Probleme hinzukommen, geraten viele an die Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit.
Eine professionelle Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst, auf den der Betroffene evtl., bedingt durch eine Eingruppierung in einen Pflegegrad, Anspruch hat, stellt nur eine Teilentlastung dar. Pflege ist teuer und die von der Pflegekasse bereitgestellten Geldmittel für den Pflegegrad decken nicht alle Kosten ab. Somit verbleibt ein mehr oder weniger großer Anteil an Belastungen bei den Angehörigen, Nachbarn, Bekannten etc. - finanziell, psychisch, temporär.
Hier ist es gut, wenn man sich nicht nur Rat und Hilfen holen kann, sondern auch selbst zu helfen weiß.
In diesem Seminar Teil 1 sollen zunächst die Probleme angesprochen werden, die auf alle Angehörigen, Freunde, Bekannte und Nachbarn von Kranken zukommen, die letztere in der Häuslichkeit zu pflegen gedenken.
Anschließend wird den Teilnehmenden aufgezeigt, welche Hilfen sie erwarten und wie sie diese anfordern können, ferner, welche Rechtsgrundlagen es dafür gibt und wer ihnen bei den bürokratischen und organisatorischen Prozessen behilflich sein kann.
Ferner ist es wichtig, die notwendigen Hilfsmittel für die häusliche Pflege zu bekommen, diese anzufordern und mit diesen umgehen zu können.